Findlinge im Geologischen Lehrgarten
Teisendorf · Rupertiwinkel

Gesteine im Eichelgarten

Gesteinsareale des Einzugsbereichs des Salzachgletschers
Gesteinsarten der Helvetischen Zone
Gesteinsarten der Flyschzone
Gesteinsarten der Nördlichen Kalkalpen
Gosaugesteine
Gesteinsarten der Grauwackenzone
Gesteinsarten Hohe Tauern
Achtaler Granit

Die Findlingsblöcke im Eichelgarten stammen aus dem Einzugsbereich der Gebirgsflüsse Salzach und Saalach, da die inneralpinen Eisströme des Salzachgletschers in den Kaltzeiten auf ihrem Weg ins Vorland deren Tälern folgten. Sie nahmen enorme Mengen an Gesteinsschutt und große Gesteinsblöcke der jeweiligen Umgebung auf und transportierten sie aus dem Gebirge heraus.

Dieser Teil der Alpen lässt sich in fünf langgestreckte, west-ostgerichtete Bereiche mit einheitlichem Gesteinsbestand und gleichartigem Aufbau einteilen. Die Zonen weisen untereinander beträchtliche Unterschiede auf. Von Nord nach Süd sind das die Helvetische Zone, Flyschzone, Bereich der Nördlichen Kalkalpen, Grauwackenzone und Gesteinszone der Hohen Tauern.

Ihre Namensfindung leitet sich entweder von geologischen Begebenheiten, Lokalbezeichnungen oder Bergbaubegriffen ab. Die Helvetische Zone bezieht sich auf marine Gesteinsvorkommen, die in der Schweiz (Schweiz = Helvetia) in einer bis zu 15 km breiten Gesteinsabfolge sichtbar sind. Derartige Gesteine "Schweizer Art" treten in unserer Region nur noch als schmaler Geländestreifen auf. "Flysch" ist ein schweizer Dialektwort aus dem Simmental. Es beschreibt tonreiche Gesteinsserien, die auf Grund ihrer Beschaffenheit zu Hangrutschungen neigen, also den Hang "herunterfließen". Die Nördlichen Kalkalpen bauen den Nordrand des Alpengebirges zwischen Vorarlberg und Wien im unmittelbaren Anschluss an die Flyschvorkommen auf. Diese meist schroffen, steil abfallenden Gebirgsmassive bestehen aus marinen Kalk- und Dolomitgesteinen. Die Bezeichnung "Grauwackenzone" geht auf einen alten Bergbaubegriff aus dem Harz zurück. Grauwacken sind demnach graue bis graugrüne Sandsteine, die einen hohen Anteil an Gesteinsbruchstücken enthalten. Die Hohen Tauern bilden den Teil der Zentralalpen, zu dem auch die Venedigergruppe gehört. Das Wort "Tauern" bedeutete ursprünglich "Berg, Gebirge" und später "Pass, gut bewältigbarer Übergang". Erst mit Aufkommen des Alpinismus und des Fremdenverkehrs im vorletzten Jahrhundert wurde der Alpenhauptkamm im Bereich der Zentralalpen als "Hohe Tauern" bezeichnet.

Der Einzugsbereich der inneralpinen Eisströme des Salzachgletschers erstreckt sich von den Zentralalpen bis zum Nordrand der Alpen. Die Findlinge zeigen anschaulich eine natürliche Auswahl aus der Vielzahl unterschiedlicher Gesteinstypen, die aus vier Zonen dieses Gebirgsraumes stammen. Lediglich Typgesteine aus der Grauwackenzone sind in dieser Sammlung von Findlingsblöcken aus Teisendorf nicht vertreten.